Dieses war der erste Streich - die Landtagswahl im Burgenland, der Ostecke der EU. Und der nächste folgt sogleich - im kommenden März die Landtagswahl in Wien. Ausgerechnet im Grenzland zu Ungarn ist die Partei des Rechtsdemagogen Jörg Haider mit ihrer Kampagne gegen die Osterweiterung (und eine beschworene Überfremdung) gescheitert. Bei leicht gestiegener Wahlbeteiligung sank die FPÖ um fast zwei Prozent, die Kanzlerpartei ÖVP übrigens auch (um 0,7 Prozent), während die das Land regierende SPÖ zulegte und die Grünen (plus 2,9 Prozent) in den Landtag einziehen.

Klar, dass nun alles nach Wien blickt. Die ÖVP mit ihrem Berliner Wahlkampfberater Radunski will dort wieder zweitstärkste Partei werden, die SPÖ an der Macht bleiben. Und die FPÖ, die so sehr unter ihrer Beteiligung an der Bundesregierung leidet, will endlich wieder triumphieren - wie zu Zeiten Haiders in der Opposition. Dazu mobilisiert sie die Angst vor Fremden. Und sie randaliert gegen den Rechtsstaat, der in der Spitzelaffäre auch gegen Haider ermittelt. So wird sie jenen Extremisten immer ähnlicher, mit denen man sie dank FPÖ-freundlicher Richter nicht vergleichen darf. Seit Sonntag aber wird die Hoffnung konkret, dass die Wähler diesen Spuk politisch beenden.