Sie hat ein Gesicht, das man nie mehr vergisst. Kein Gesicht für die Werbung, trotz dieser unendlich blauen Augen. Aber da ist auch die Nase, nicht zu übersehen und vielleicht der Grund dafür, dass sie manchmal wie ein Kobold wirkt. Und doch: Es ist wunderschön, dies Gesicht der jungen Frau, die ihren Weg gehen wird. Denn das erkennt man gleich.

Sie habe Monate gesucht, um die Darstellerin mit diesem Gesicht zu finden, hat die Regisseurin später erzählt. Schließlich musste es ganz allein jene schwierige Szene tragen, in der ein Zeitraum von zehn Jahren übersprungen wird. Da taucht die Kamera in den offenen Blick des Kindes, dessen Lebensweg man bisher verfolgt hatte - und eine Sekunde später ist da dieses andere Gesicht, immer noch jung und doch schon ganz weiblich. Und es gelingt, man ahnt darin das Kind von eben.

Aber nicht allein fürs Casting brauchte die Regisseurin viel Zeit. Niemand wollte anfangs ihrem Drehbuch trauen. Zu unbekannt die meisten Namen, zu eigenwillig die Story. Denn hier ging es nicht um die Geschicke bewegter Männer oder Frauen hier ging es um die Erforschung unbekannter Welten darum, wie ein Mensch gegen alle Widerstände sein Ziel verfolgt. Und vor allem ging es nicht um Liebelei, sondern um die ganze Wucht der Liebe, die manchmal zu schwer wiegt für einen Einzelnen.

Ein vermeintlich ernster Stoff, den sie dann mit langem Atem durchgesetzt und wirklich leichthändig verfilmt hat. Und weil es um ein universell verständliches Thema ging, wurde ihr Debüt sogar zum weltweiten Erfolg.

Schließlich war es schon bei den Dreharbeiten international zugegangen: Schauspieler aus drei Ländern sprachen sechs Sprachen. Nein, sogar sieben ...

Der Film war übrigens Mitte Dezember in den Kinos angelaufen, und kurz vor Weihnachten ist er nun auch - zweimal - im Fernsehen zu sehen. Weil er eben gut zu diesem Familienfest passt, ganz wie das Folgeprojekt der Regisseurin, in dem sie eine recht altbackene Geschichte munter entstaubt hat. In diesem Film war dann natürlich auch wieder die Schauspielerin mit dem koboldblauen Blick dabei. Wie heißt das Debüt?

PREISE Unter den richtigen Einsendungen werden fünf Videos des gesuchten Spielfilms verlost. Einsendeschluss ist der 12. Dezember 2000. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Unsere Anschrift: DIE ZEIT-Rätselredaktion, Postfach 10 68 08, 20045 Hamburg oder per e-mail an filmraetsel@zeit.de Die Auflösung präsentieren wir Ihnen in der nächsten Ausgabe