wenn eine mit Karacho reisst, könnte sie andere in Mitleidenschaft ziehen. Die Amerikaner haben deshalb zusätzliche Schutzvorrichtungen eingebaut

ein europäischer Atom-TÜV, wenn es ihn denn gäbe, müsste Temelin dennoch die Plakette verweigern. Ohnehin gehört das Kraftwerk zum Typ WWER-1000, dem ein paar Vorteile anderer russischer Designs fehlen, insbesondere deren hoher Wasservorrat und die eher bescheidene Leistungsdichte (Leistung pro Kernvolumen), die wenigstens eine gewisse Sicherheitsreserve darstellen.

Die EU hat es versäumt, mit der gebotenen Konsequenz für Reaktorsicherheit im Osten einzutreten. Dabei könnte Europa, wenn es seine sicherheitstechnische Expertise bündelte, zum politischen und wirtschaftlichen Mitspieler jener neuen Nuklearwelt werden, die sich gegenwärtig abzeichnet. Südafrika, Russland, China, viele Länder Asiens bauen neue Kernkraftwerke, anderswo werden sie auf längere Lebenszeit umgerüstet, insbesondere in Amerika. Ein wachsender Markt ist wieder in Aussicht. Dominieren werden ihn vermutlich Russland, Japan und die Vereinigten Staaten. Europa indessen? Es stolpert über die eigenen Füße und hofft, dass der große Atomunfall im Osten ausbleibt.

Unter www.zeit.de/2000/51/kernkraft finden Sie weitere Informationen über die Kernkraft im Osten