Deshalb ist die Nacht so wichtig. Nur in der Dunkelheit machte der Film eine Pause, steht Marrakesch kurz still. Bis morgens um fünf der erste Ruf des Muezzins erschallt und die Stadt sich zu räkeln beginnt. Dann ist es Zeit, rasch aufzustehen, auf die Terrasse des Palazzos zu tappen, dem Tag eine Zigarette lang in die Augen zu schauen und sich danach nochmals in den Schlaf zu flüchten, bis der Tag die Stadt erneut in ein Treibhaus verwandelt, unter dessen Glocke sich die Geschichten weiter aufheizen.

Information

Anreise: Air Maroc und Lufthansa fliegen für rund 1000 Mark ab Frankfurt nach Casablanca. Von dort weiter nach Marrakesch per Flugzeug, Bus oder Mietwagen. Während der Hochsaison (Frühling, Herbst) bieten Chartergesellschaften Direktflüge ab 600 Mark an

Hotels: Natürlich das La Mamounia, man nennt es auch das beste Hotel Afrikas: chic, vom Jugendstil inspirierte Architektur mit maghrebinischen Anklängen, perfekter Service, betuchte, oft ältere Kundschaft (Av. Bab Jdid, Tel. 00212-4/489 81, Fax 449 40)

Hotel de Foucauld. Preiswert und ein bisschen schmuddelig. Dafür so nahe am Hauptplatz Djemaa el Fna gelegen, dass dessen Geräusche das eigene Zimmer füllen (Av. el Mouaheddine. Tel. 00212-4/454 99, Fax 413 44)

Dar Moha. Klein und fein, ein paar Schritte vom Souk gelegen, im ehemaligen Haus des Modemachers Pierre Balmain gegenüber der Residenz des Königs. Hübscher Garten mit Pool (81, Rue Dar El Bacha, Tel 00212-4/38 64 00)

Sehen und gesehen werden: Er ist der berühmteste Platz Afrikas: der Djemaa El Fna, eine Mischung aus Tausendundeiner Nacht und afrikanischem Gewusel. Nach Sonnenuntergang versinkt er im Nebel der Garküchen, an denen es sich ausgezeichnet speisen lässt. Auch im Café de France am Eingang des Platzes