Wenn Jeff Bezos ein Markenzeichen hat, dann ist es sein dröhnendes, tief aus dem Bauch kommendes Lachen. Alle fünf Minuten macht es überdeutlich, was der Amazon-Chef amüsant und witzig findet - die Zweifel etwa, die über sein Unternehmen geäußert werden, oder die Verwunderung darüber, wie klein Amazon begonnen hat und wie groß es inzwischen geworden ist. Mit 14 wollte der Sohn kubanischer Einwanderer Astronaut oder Arzt werden. Er wurde - erfolgreich - Investmentbanker in New York.

Die Idee, im Netz der Netze Geld zu verdienen, kam dem heute 36-Jährigen vor sechs Jahren. Damals stieß er im World Wide Web auf die Information, dass die Zahl der Internet-Nutzer um jährlich 2300 Prozent zunimmt. Der Rest ist Geschichte - und das Lachen verging Bezos nie. Er baue "ein Unternehmen für die Zukunft", sagt der Amazon-Gründer. Auszüge aus dem Gespräch:

Über Amazons abgestürzten Aktienkurs:

"Bei einem Unternehmen wie Amazon muss man einen längeren Zeithorizont haben.

Wir sind vor dreieinhalb Jahren zu einem Preis von 1,50 Dollar an die Börse gegangen. Heute liegen wir bei etwa 25 Dollar. Sehr wenige Unternehmen haben ihren Investoren derart schnell ein derart gutes Ergebnis gebracht.

Aktienkurs und Geschäft sind zwei Paar Schuhe. Unser Geschäft hat sich langsam, aber beständig weiterentwickelt. Als Sie mich vor drei Jahren zum ersten Mal interviewten, hatten wir eine Million Kunden. Heute haben wir 25 Millionen."

Über die Kritik am Geschäftsmodell: