Liebe Leser, Weihnachten ist nicht bloß das Fest der Geschenke und der gebratenen Enten. Es ist auch eine prima Gelegenheit, Barrieren zwischen den Menschen niederzureißen. Zum Beispiel E-Mail. Nein, im Ernst: Ausgerechnet Michael D. Eisner, der milliardenschwere Chef von Walt Disney (und, nebenbei bemerkt, eine Kapazität in Sachen Enten) hat es schon vor Monaten erkannt.

Elektronische Post ist für ihn die "Hauptursache" für Kriege am Arbeitsplatz.

Schlimmer noch, meint der Studioboss: "Wenn irgendetwas einen Konzern oder ein Land in die Knie zwingen kann, dann sind es blinde Vervielfältigungen von E-Mails, die niemals hätten geschickt werden sollen."

Gut, dass die Dot.com-Branche hingehört hat und pünktlich zum Fest ein paar Alternativen anbietet. Hier in der Per-Saldo-Redaktion finden wir die Geschäftsidee der britischen Firma FaxYourMP.com besonders ausbaufähig. Auf deren Website kann man nämlich Nachrichten an einen beliebigen britischen Abgeordneten im Unterhaus verfassen - und FaxYourMP.com wandelt diese dann in ein Fax um und schickt sie ins Büro des Abgeordneten. Ganz ohne E-Mail! Die Chance, gelesen zu werden, nimmt damit erheblich zu.

Noch mehr versprechen wir uns von dem Website www.nerdworld.com, einem Online-Treff für Computerfreaks, mit denen seit dem Dot.com-Crash keiner mehr spricht. Neben praktischen Infos (POP3 und der Blackberry Mailserver, Nudismus am Arbeitsplatz, Die Geschichte vom explodierenden Wal) kann man hier auch das herzerwärmende Feature Reden Sie mit einem Computerfreak nutzen. An der Stelle lässt sich wirklich Gutes tun zum Ende dieses veränderungsreichen Geschäftsjahres. In diesen Tagen fühlen sich viele Dot.com-Insider ja von aller Welt verlassen. Klicken Sie mal drauf, wenn Sie unterm Weihnachtsbaum sitzen und Ihre eigene Ente verdauen.