Was das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung jüngst herausfand, ist für den frischen Bauminister Kurt Bodewig regelrecht unschön. Ausgerechnet seit Rot-Grün das Land regiert, hat sich der Flächenfraß beschleunigt. 129 Hektar Boden fallen mittlerweile täglich der Versiegelung durch Straßen, Parkplätze oder Häuser zum Opfer. 1998 waren es erst 124 Hektar, im Durchschnitt der fünf Jahre davor nur 120 Hektar. Selbst dies erschien der früheren Umweltministerin Angela Merkel viel zu hoch. In einem Strategiepapier - das ohne den Segen des Kabinetts blieb - machte sich die derweil zur Parteivorsitzenden gereifte CDU-Politikerin dafür stark, den meist unwiederbringlichen Verlust an Boden und Freifläche bis zum Jahr 2020 auf täglich 30 Hektar zu vermindern. Und auch der rot-grüne Koalitionsvertrag versprach übrigens "ein Konzept zur Entsiegelung und Renaturierung von Flächen.*