Das Großreinemachen in der Chemie- und Pharmabranche geht weiter. Waren es bisher vor allem Pharmariesen, die sich vom schmutzigen Geschäft mit Chemikalien trennten, so zeigt sich jetzt, dass auch die Chemiker ihren Stolz haben: BASF-Chef Jürgen Strube gab den Verkauf der Arzneimitteltochter Knoll bekannt. Der Medikamentenhersteller - zu klein und zu wenig innovativ, um sich alleine zu behaupten - wird für 6,9 Milliarden Dollar an die amerikanischen Abbott Laboratories verkauft. Eine ähnliche Bereinigung kündigte auch DuPont an. Das US-Unternehmen will den Pharmabereich verselbstständigen, nachdem alle Expansionsversuche - darunter auch Übernahmeverhandlungen mit der BASF-Tochter Knoll - gescheitert waren. Das alles erhöht den Druck auf die Leverkusener Bayer AG - mit den Arbeitsbereichen Gesundheit, Chemie, Fasern und Landwirtschaft weltweit einer der letzten echten Mischkonzerne der Branche. Auch hier fordern Analysten seit langem die Aufspaltung. hof