Carl Ludwig Reichert: Frank Zappa

dtv, München 2000

160 S., 16,50 DM

Einer, der Rockmusik als "elektrische Volkskunst auf Drüsenebene" definierte, konnte kein schlechter Menschmusiker sein. Es gab nicht viele, die eine Gemeinde so spalteten wie die Obermutter Frank Zappa. Ein Leben lang schwankte er zwischen seiner Liebe zu schwarzem Rhythm 'n' Blues und Edgar Varese, und so klang die Musik. Sein Biograf Reichert, selber zwischen Hochintelligenz und dem Lob der Triebe pendelnd, hat das passende Buch dazu organisiert: als Plädoyer gegen alle -ologien samt Präfixen und als Fundstätte spannendster Querverweise. "Lustige Arschlöcher, die gerne aufregende Musik hören" - sollte man sich so den Zappaisten denken? Zum Verhältnis Politik und Musik findet sich ebenso viel wie zum Thema Mrs. Gore vs verbale Ständer in den Texten von Popsongs. Anregende Studie, auch für Zappa-Allergiker geeignet.

Shin Nakagawa: Kyoto - Klänge des Kosmos

aus d. Japan. von Sabine Mangold und Nanae Suzuki

Merve Verlag, Berlin 2000