Der Verteilungskampf zwischen Bund und Ländern, aber auch der Länder untereinander wird härter. Inzwischen zankt man sich selbst um kleinere Summen wie die Beiträge der Länder zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz. So will Schleswig-Holstein seine Zahlung an die gemeinsam von Bund und Ländern getragene Kulturstiftung von 1,6 Milllionen auf 600 000 Mark jährlich kürzen.

Ministerpräsidentin Heide Simonis fuchst insbesondere der niedrige Beitrag Bayerns. Der reiche Freistaat zahlt gerade 350 000 Mark - genau so wenig wie das hoch verschuldete Saarland und weitaus weniger als jedes ostdeutsche Land. Landesfürst Edmund Stoiber lehnt jedoch jede Veränderung des Verteilungsschlüssels ab. Sein Argument: Die Bayern würden selbst ohne fremde Hilfe im eigenen Land eine Vielzahl von Museen und Sammlungen mit gesamtstaatlicher Bedeutung finanzieren. whz