Post aus Stuttgart bekommen in diesen Tagen die Aktionäre der DaimlerChrysler AG. Doch anstelle von Segenswünschen müssen Konzernchef Jürgen Schrempp und sein Finanzkollege Manfred Gentz ihren Anteilseignern wenig Erfreuliches mitteilen. Die Gewinne von Chrysler werden in diesem Jahr auf rund 500 Millionen Euro fallen. Das ist weniger als ein Zehntel dessen, was die US-Sparte im Fusionsjahr 1998 verdiente. Ohne Sondereffekte wird sich der Gewinn von DaimlerChrysler fast halbieren. Zur Sicherheit kündigen die beiden Vorstände auch an, dass - dank Mitsubishi - "das Jahr 2001 insgesamt noch schwieriger als das laufende Jahr werden" wird. Da ein großer Teil des Tafelsilbers schon in diesem Jahr verscherbelt wurde, wird die Dividende leiden. Dabei war es gerade die, mit der die leidgeprüften Daimler-Aktionäre in diesem Jahr wenigstens noch den Gänsebraten finanzieren konnten. dhl