Trotz vieler Worte haben Sie nichts beschrieben. Gemessen an Hillu Schröders sozialem Engagement für Menschen in Not bleibt bei Frau Schröder-Köpf als menschlicher Erfolg eigentlich nur die Currywurst, die dem Gatten wieder den Sinn für ein lebenswertes Leben gegeben hat. Vielleicht würde der letzte Satz so besser klingen: "Deutschland hätte beinahe eine First Lady gehabt."

Heribert Flach Johannesburg

Als langjähriger ZEIT-Leser bedauere ich einen beständigen Niveauverlust Ihrer Zeitung, der mich zum ersten Leserbrief meines Lebens veranlasst.

Bei der Lektüre Ihres Doris-Schröder-Köpf-Porträts - auf Seite zwei, an derart exponierter Stelle! - habe ich mich denn doch versichern müssen, ob ich nicht versehentlich in Gala oder Frau im Spiegel gelandet war. Ist dies der Rahmen Ihres neuen Stils, Herr Joffe und Herr Naumann? Diese Art von verkleisternder Kritiklosigkeit und flachem Gesellschaftsjournalismus hätte vielleicht allenfalls als Lückenfüller in die Abteilung "Leben" gepasst (die ich im Anschluss an die bedauerliche Einstellung des ZEITmagazins nach wie vor für einen derben Fehlgriff halte).

Ullrich Hasenberg Hamburg