La Fabuloserie - Museum der Teufel und Engel, hrsg. v. H. G. Golinski, S. Hiekich-Picard, Wienand Verlag, Köln 2000, 132 S., 68,- DM, Dubuffet nannte sie "Kunst im Rohzustand, Werke von Personen, die durch die Künstlerkultur keinen Schaden erlitten haben" - Art brut. Die Artefakte der "Traumbastler" hat Alain Bourbonnais, selbst einer von ihnen, im burgundischen Dorf Dicy gesammelt. Das Katalogbuch informiert über ihre Entstehung und zeigt: vier Hexen rittlings auf einem Fisch ein Ei überfliegend, den unzüchtigen Pierre und 57 andere Träume.

Klaus G. Müller: Eine Prise China. Schnupftabakflaschen - Spiegel der chinesischen Seele, Böhlau Verlag, Wien 1999, 186 S., Abb., 58,- DM, Seit der Missionar Matteo Ricci 1582 dem Kaiser in Kanton eine Dose Schnupftabak schenkte, veredeln und sammeln Chinesen die kleinen Behältnisse für das Genusskraut. Müller eröffnet uns den Kosmos der als Währung des Herzens dienenden Döschen: in Jade und Perlmutt, in Kalligrafien und Miniaturen spiegeln sich Bürger und Mandarine. 47-mal chinesische Seele.

H-P. Müller u. a.: Atlas vorkolonialer Gesellschaften, Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2000, 148,- DM, Wo kommen sie her, wo gehen sie hin? Erstmals haben die Zürcher Ethnologen die völkerkundlichen Daten von 95 Nationalstaaten kartografisch erfasst: Eine CD-ROM erschließt in Texten und Datenbank das umfassende Wissen über die Vorgeschichte der Völker, die 1960 noch etwa 95 Prozent der Bewohner Afrikas, Asiens und Melanesiens ausmachten.