Es sei ein langer Weg vom Lächeln zur Zärtlichkeit, sagt jemand in diesem Film. Das kann viel bedeuten: drei Tage oder drei Jahre, 50 Kilometer oder 5000. Oder auch die Zeitspanne, die jemand braucht, um von Marseille nach Sewastopol zu kommen, zum Beispiel. Aber was wiegt schon die Dauer einer Reise, wenn der Weg das Ziel ist? Und das Ziel die Liebe?

Nicht mehr als das Gewicht einer Wolke. So würde es der Held wohl am Ende seiner Odyssee formulieren, die ihn erst an einen kalten Weltenzipfel und danach zu sich selbst bringt. Denn je länger die Reise dauert, desto langsamer kommt er voran. Obwohl er ja anfangs nicht anderes im Kopf hat, als Sekunden und Minuten zu gewinnen. Aber dann kann er gar nicht anders, als sich der Seelenruhe dieser Landschaft anzupassen. Dann fällt er allmählich aus Zeit und Raum, so wie alle, denen er begegnet, schon längst da rausgefallen scheinen. Nur folgerichtig, dass er seinen Traum am Ende knapp verfehlt, weil er was viel Größeres fand: die Liebe einer Frau.

Wobei es da noch einen Dritten im Hintergrund gibt, der das fast verhindert.

Aber eben nur fast

und so sorgt dieser Zeitgenosse vielmehr dafür, dass der Film noch ein bisschen mehr ist als Roadmovie und Lovestory, nämlich auch Krimi und vor allem eine Hommage an jenen berühmten Regisseur, der seine Landsleute von den Rändern der Welt auf die Leinwand gebracht hat. Dass der eine oder die andere seiner Lieblingsdarsteller gleichfalls mit an Bord gegangen sind, liegt dabei wohl in der Natur der Sache. Nicht zuletzt ist der Film aber eine Liebeserklärung an seinen Hauptdarsteller. Hannes heißt er hier, und eigentlich kann man sich keinen passenderen Namen vorstellen für den sanften Einzelgänger, der bei aller Verschrobenheit schlichtweg sympathisch bleibt. Einer, den man gern als Bruder an seiner Seite hätte, so einen, wie er ihn kürzlich grad gegeben hat. Unser Film aber läuft demnächst als Erstausstrahlung im Fernsehen. Wie heißt er?

Preise:

Unter den richtigen Einsendungen werden fünf Videos des gesuchten Spielfilms verlost. Einsendeschluss ist der 2. Januar 2001. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Unsere Anschrift: DIE ZEIT-Rätselredaktion, Postfach 10 68 08, 20045 Hamburg, oder per E-Mail an filmraetsel@zeit.de