Genau das befürchtet auch Klaus Barthel. Die harsche Kritik an seinem Papier zeige ihm, dass die eigentliche Dimension des Problemes nicht mehr gesehen würde: "Viele sind nur noch daran interessiert, dass die Telekom ihre Vorleistungen zu niedrigen Preisen abgeben muss." Das aber habe womöglich schädliche Investitionsblockaden zur Folge. Börnsen sieht noch eine größere Gefahr: Das Ungleichgewicht, auch auf ausländischen Märkten, könne am Ende dazu führen, dass die Telekom zum Übernahmekandidat würde. Spätenstens dann aber "beginnt das große Jammern".

Keine Frage also: Egal, was der Präsident verkünden wird, er gerät ins Kreuzfeuer der Kritik. Nur eines dürfte ihn - erst einmal - schützen: die Angst bei Freund und Feind, schon bald wieder einen neuen Regulierungschef suchen zu müssen.