Berichtigung 1.

Nicht als "Geschäftsführer des Wirtschaftsrats der CDU" (ZEIT Nr. 4/01) hat Hitlers Finanzminister Graf Schwerin von Krosigk (1887-1977) in den fünfziger und sechziger Jahren gewirkt, sondern als Abteilungsleiter im Institut für Finanzen und Steuern (IFST), Bonn, unter anderem als Etatberater der damaligen Unionsregierung. Das IFST wurde 1949 von Wirtschaftsverbänden gegründet, "um den Interessenausgleich zwischen Staat und Wirtschaft durch wissenschaftliche Stellungnahmen" zu fördern. Es existiert bis heute.

Schwerin von Krosigk meinte seinerzeit: "Ich habe als Veilchen im Verborgenen geblüht." Aber eben nicht im CDU-Wirtschaftsrat.

Berichtigung 2.

In einem "streng vertraulichen" Brief habe der russische Präsident Putin dem neuen amerikanischen Präsidenten Bush Vorschläge zur Sicherheitspolitik gemacht. Behauptet die FAZ. Hat er nicht. Behauptet die ZEIT. (Der fragliche Brief stammt nicht von Putin, sondern von einem Duma-Abgeordneten namens Jawlinskij, und er ist auch nicht streng vertraulich, sondern wurde letztes Wochenende bei einer Tagung der Bertelsmann Stiftung in Berlin verteilt.)

150 014 Mark für Ruanda.

Im Dezember hat die ZEIT um Spenden für das SOS-Kinderdorf in Byumba/Ruanda gebeten. Sieben Wochen später zeigt das Sonderkonto des Hermann-Gmeiner-Fonds einen Saldo von 150 014 Mark. Und noch immer gehen fast täglich Spenden ein.