Auf welches Desinteresse die 16 Verbraucherzentralen im Lande bislang bei der jeweiligen Bundesregierung stießen, belegt Professor Edda Müller, Vorstand des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen und -verbände, jetzt mit Zahlen.

Schon unter Helmut Kohl fing die Kürzung der Zuwendungen an. Im Jahr 1993 erhielten die Verbraucherzentralen noch 15,3 Millionen Mark. Drei Jahre später waren es noch 11,8 Millionen und 1999 gerade noch 8,3 Millionen. Zwar griffen dafür die reichen Bundesländer tiefer in ihre Kassen, doch die Schließung zahlreicher Beratungsstellen war unvermeidlich. 1996 gab es noch 281, heute sind rund 200 übrig geblieben.