Das Potenzial für eine Katastrophe ist enorm: Knapp 100 Millionen Rinder stehen auf den Weiden und in den Ställen der Vereinigten Staaten.

36 Millionen Kühe und Kälber wandern jährlich in die Schlachthöfe zwischen New York und San Francisco. 80 Millionen Portionen Rindfleisch konsumieren die Amerikaner täglich.

Doch während der Rinderwahn in Europa unter Politikern, Bauern und Konsumenten Panik auslöst, herrschen im offiziellen Amerika Ruhe und Gelassenheit. Kein Grund zur Sorge, meint das Landwirtschaftsministerium in Washington. Das Risiko ist gering, heißt es bei der für Lebensmittel zuständigen Food and Drug Administration (FDA). Amerikas Fleisch sei tadellos, sagt auch der Verband der Rancher und Fleischhersteller.

12 000 Tests an kranken Kühen haben bisher keinen einzigen BSE-Fall zutage gefördert. Seit 1991 ist der Import von britischem Fleisch und Tiermehl verboten

inzwischen gilt der Einfuhrstopp auch für andere europäische Länder. Seit 1997 sind Amerikas Bauern überdies angewiesen, keine aufbereiteten Abfälle aus Kühen und Kälbern an Wiederkäuer zu verfüttern.

"Wir haben vorgesorgt", sagt Steven Sundlof, Direktor für Veterinärmedizin bei der FDA.

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