Nach der umfassenden Steuerreform will Bundesfinanzminister Hans Eichel nun auch noch die Modernisierung des Unternehmenssteuerrechts in Angriff nehmen - aber nur dann, wenn die Wirtschaft daraus nicht wieder eine Debatte über zusätzliche Steuersenkungen für Unternehmen macht. Eine entsprechende Zusage hat sich Eichel bereits von dem neuen Präsidenten des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Michael Rogowski, eingeholt.

Ziel der Modernisierung ist es, widersprüchliche Regelungen und überflüssige Hemmnisse abzubauen.

So ist beispielsweise geplant, Umstrukturierungen von Unternehmen zu ermöglichen, ohne dass stille Reserven aufgedeckt und damit Steuern fällig werden. Auch das Außensteuerrecht soll der bereits in Kraft getretenen Unternehmensteuerreform angepasst werden. Dabei soll nicht nur eindeutig geklärt werden, welchem Staat bei international tätigen Konzernen und ihren Töchtern die Steuerhoheit zusteht. Vor allem geht es auch darum, in welchem Ausmaß in Deutschland Steuern anfallen, wenn Tochtergesellschaften in Niedrigsteuerländern angesiedelt sind.