die zeit: Wozu brauchen Erfinder die Jüdische Erfindergesellschaft?

Arkadi Bilopolsky: Wir bieten ein Netzwerk, um Ideen zu vermarkten und Erfindungen bei Messen und Wettbewerben zu präsentieren.

zeit: Es gibt doch bereits unzählige Erfinderclubs.

Bilopolsky: Vor zwei Jahren traf ich Freunde, die wie ich als Wissenschaftler oder Ingenieur in der Sowjetunion gearbeitet hatten. Wir alle fanden in Deutschland keine Arbeit. Da dachten wir, das ist doch verschwendetes Potenzial. Wir wollen keine Sozialhilfe, sondern arbeiten. Heute zählen wir bundesweit 500 Mitglieder.

zeit: Was erfinden Sie gerade?

Bilopolsky: Ein Mitglied beschäftigt sich mit Windkraftanlagen. Statt großer Rotorblätter verwendet er kleine Windturbinen, die man überall installieren kann - auf Türmen, Dächern oder Ölplattformen. Andere arbeiten an Lawinensperren, Ozongeneratoren oder für die Bauindustrie. 80 Ideen haben wir bereits patentieren lassen.

zeit: Der Pergamonaltar als Miniaturausgabe gehört auch dazu?