In seinen Erlebnissen schrieb er: Ich hatte meinem Vater meine Schulden, die sich auf ungefähr 180 Gulden beliefen, ehrlich gemeldet. Der gute Mann mußte freilich stutzen, da er mir immer hinreichenden Wechsel und zur rechten Zeit geschickt hatte, daß ich mit einer so großen Nachrechnung auftrat. Zudem hatte er beschlossen, mich noch nach Göttingen gehen zu lassen, und da konnte er schon ausrechnen, daß ihn mein Studium eine ansehnliche Summe kosten werde. Bezahlt mußte indes erst einmal sein

er schickte Vorwürfe, enthielt mir also das Geld, und obgleich sein Brief viele Vorwürfe enthielt, so hatte ich doch nicht Ursache, daß ich mich fürchtete, vor ihm zu erscheinen.

Nachdem das Geld in meinen Händen war, zahlte ich meinen Gläubigern nur so viel, daß ich ein ansehnliches Reisegeld übrig behielt. Um dies zu bewerkstelligen, kontrahierte ich mit ihnen, blieb dem sechs, dem acht, dem zwölf Gulden schuldig, und die Leute ließen das gerne geschehen, weil ich sie die drei Jahre hindurch immer ehrlich befriedigt hatte. Es war etwa acht Tage vor Ostern, als ich von Gießen abging. Da ich auf die erwähnte Art mit Geld versehen war, so machte ich mich in Frankfurt ausschweifend lustig und meine Barschaft nahm zusehends ab, so daß nach vier Tagen nur noch wenig übrig war. Vor lauter Lustigsein habe er das nicht bemerkt, auch sei er in jenen Tagen gar nicht ganz nüchtern geworden.

Und nun fürchtete er, dass es mit dem Studentenleben vorbei sei, weil der Vater ihn nicht mehr nach Göttingen lassen werde. Und er kam zu dem Schluss: Mußt dich also noch einmal zuguterletzt recht lustig machen!

Dazu brauchte er Geld. Und so bat er einen Bekannten der Familie, ihm mit 18 Gulden Reisegeld auszuhelfen. Jahre später schrieb er: Der ehrliche Mann tat es und erst vier Jahre nachher ist er bezahlt worden, weil er nie gemahnt hatte.

Damals, als er sich die 18 Gulden auslieh, nahm er sich fest vor, am nächsten Tag Frankfurt zu verlassen. Doch es kam anders. In der Studentenkneipe, die er gut kannte, kam er mit einem Unbekannten ins Gespräch, der ihm vorschlug, mit ihm in ein anderes Lokal zu gehen, weil da der Wein preiswerter sei.

Er ging mit, und als er schon ziemlich getrunken hatte und aufhören wollte, ließ er sich von seinem Kumpan überreden, noch ein drittes Haus aufzusuchen.