Mit seinen beiden Marken Peugeot und Citroën verweigert sich der französische Automobilhersteller Peugeot SA (PSA) beharrlich allen Modetrends - und hat damit Erfolg. Seit Jean-Martin Folz Ende 1997 die Spitze des Unternehmens erklomm, sah er in der Branche viele transnationale Fusionen, widerstand selber aber sämtlichen Lockrufen. Anschließend setzte der Elsässer dem Abgesang auf den Dieselmotor einen modernen Rußpartikelfilter entgegen.

Und wenn sich die Konkurrenz nun auf die Brennstoffzelle als Energiequelle künftiger Fahrzeuge stürzt, winkt der Chef des sechstgrößten Autoherstellers ab.

Die Börse belohnte diesen Eigenwillen in den vergangenen 24 Monaten - der Aktienkurs verdoppelte sich. Die übrigen europäischen Hersteller legten dagegen im Schnitt nur um ein Viertel zu. Während der Markt stagnierte, verzeichnete PSA ein Umsatzplus von 16,9 Prozent (2000: 44,2 Milliarden Euro.

Vor allem der Peugeot 206 verkaufte sich im vergangenen Jahr gut).

Dennoch wird die PSA-Aktie von den Analysten widersprüchlich bewertet. So nahm das französische Bankhaus CIC seine Kaufempfehlung zurück und riet, diese Position leichter zu gewichten. Denn der derzeitige Kurs von rund 272 Euro spiegele die guten Ergebnisse des zurückliegenden Jahres bereits wider.

Das Kursziel sieht CIC bei 250 Euro. Die Bank hält den Kurs der Aktie nach dem Höhenflug der vergangenen Monate für überbewertet. Das Institut rät daher, PSA-Aktien zugunsten von Renault-Anteilen zu verkaufen.

Die Londoner Investmentbank Schroder Salomon Smith Barney nimmt die guten Ergebnisse des vergangenen Jahres dagegen zum Anlass, das Kursziel auf 300 Euro anzuheben. Der zweitgrößte Automobilkonzern Europas habe bewiesen, auch in einem stagnierenden oder zum Teil rückläufigen Markt zusätzliche Fahrzeuge verkaufen zu können. Damit sei auch im kommenden Jahr zu rechnen, da PSA mit dem neuen Citroën C5 und Peugeot 307 Innovationsfähigkeit zeige.