Als ich neulich gemütlich lesend auf der Couch saß, fragte plötzlich mein zwölfjähriger Sohn Tim: "Vati, was ist ein Vermögenseffekt, und warum sagen alle, dass Alan Greenspan sich deswegen Sorgen macht?" Verdattert legte ich mein Buch beiseite und fragte ihn, wo er das um Himmels willen her habe.

Seine Antwort: "Von einem Wall-Street-Experten im Fernsehen." Hätte ich mir denken können. Schließlich hatte Tim mir kurz zuvor erklärt, er wolle später Wertpapiermakler werden. Na ja, mir ist es jedenfalls lieber, er sieht sich Wirtschaftssendungen an als Musikvideos oder Zeichentrickfilme.

Hier mein Antwortversuch:

Wir Amerikaner häufen hauptsächlich vier Arten von Vermögen an: materielles Eigentum, vor allem in Form von Häusern und Autos

Sparguthaben auf Bankkonten

Rentenfonds als Vorsorge für das Alter

und Aktien, Anleihen oder Anteile an Investmentfonds. Wenn nun beispielsweise die Grundstückspreise steigen, erhöht sich auch der Wert unseres Vermögens in Form von Immobilien.