In gewisser Hinsicht war dieser Film schlichtweg trostlos. Keine Hoffnung, nirgends - so lässt sich das Ende auf den Punkt bringen, von dem aus einer ins Nichts verschwindet. Dahin, woher er in früheren Filmen oft genug aufgetaucht war, ein Namenloser ohne ein Zuhause. Einer, der kalt ist wie Schnee und den Teufel nicht fürchtet - jedenfalls sagt man ihm das nach. Nur: Wer mag schon an solche Gerüchte glauben, wenn alle Bilder es Lügen strafen?

In diesem Film jedenfalls zehren sie alle von vermeintlich glorreicher Vergangenheit und sind doch in Wahrheit gescheitert. Keine Liebe, nirgends - auch das macht es so schwer erträglich, ihnen dabei zuzusehen, wie sie sich noch um das Letzte bringen, was ihnen blieb: ihre Illusionen. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Eine Frage, die sich hier stellt und zugleich fast erübrigt - weil es nicht mal eines vorher gibt. Denn das, was sie dafür halten, gleicht einer Vorhölle. Gewalt gebiert Gewalt, Unglück zieht neues Unglück nach sich, und wer am Ende übrig bleibt, hat das schwerste Los von allen. Kein Ausweg, nirgends.

Als Elegie auf den Zerfall des Lebens lässt sich dieses Werk eines Schauspielers und Regisseurs auch formal lesen. Obwohl in Cinemascope gedreht, entführt kaum ein Blick je in die Weite. Vielmehr wirken die Bilder wie gerahmt - oder sollte man sagen: eingesperrt? Das entspricht dem Blickwinkel der Figuren, die in sich und ihrer Welt gefangen sind und bleiben.

In einer Nebenrolle trat übrigens einer auf, der uns unlängst erst an dieser Stelle beschäftigt hat. Für seine Darstellung erhielt er einen von vier Oscars, mit denen das Opus bedacht wurde. Würde es die Kategorie Humor geben, hätte es dafür wohl noch einen fünften Oscar verdient gehabt. Denn wie heißt es doch so tröstend: Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Wie heißt der Film?

Preise:

Unter den richtigen Einsendungen werden fünf Videos des gesuchten Spielfilms verlost. Einsendeschluss ist der 27. Februar 2001. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Unsere Anschrift: DIE ZEIT-Rätselredaktion, Stichwort: Filmrätsel, Postfach 10 68 08, 20045 Hamburg, oder per E-Mail an filmraetsel@zeit.de

Auflösung aus Nr. 8: Serial Mom (1994)