Es wäre nicht gerecht, ihn für französischer zu erklären als die anderen großen Chansonniers. Aber das Helle, Fröhliche, nicht Leichte, aber doch in einem höheren Sinne Leichtfertige, jene wunderbare, von Stendhal schon geforderte desinvolture gegenüber dem Leben, den Leuten, hat Charles Trenet doch unvergleichlich verkörpert. "Strohfeuer, die nie vergehen" hat Jean Cocteau Trenets Lieder genannt

"ohne ihn wären wir alle nur Buchhalter geworden", meinte Jacques Brel. Mit dem Hütchen im Nacken, der Blume im Knopfloch hat Trenet den Mimen, Schelm, Bohemien gegeben

mit La mer und La douce France die berühmtesten Chansons gefunden

er war, kurzum, so französisch, dass er selbst musikalische Amerikanismen einschleppen konnte.

Jetzt ist er, im Alter von 87 Jahren, gestorben.