Ein schönes neues Buch von Tom DeMarco, dem umtriebigen Unternehmensberater aus Camden (Maine, USA). Sein Titel Slack bedeutet auf gut Deutsch "Lässigkeit" und fasst damit alle Rezepte des Autors in einem Wort zusammen. Keiner sollte mehr gestresst durch sein Büro laufen!

Nervosität ist ein Zeichen für mangelnden Defätismus! Denn: "Im Geschäftsleben geht immer etwas schief." Danke, Tom. Solche Einsichten passen zugleich auch bestens in einen Megatrend der Betriebswirtschaftslehre. Soft Factors sind nämlich wieder in, die Sorge um den Menschen im Betrieb: Führende Gurus der Managementlehre verabschieden sich vom kühlen Kostensparen, von der Automatisierung, vom herzlosen Regiment der Computer.

Ein Chef nach dem anderen wendet sich von seinem Bildschirm ab, blinzelt und entdeckt mit großen Augen die wahre Welt der New Economy: Richtige Büros!

Voll mit e-lektroingenieuren, e-mpfangsdamen und e-ntscheidungsträgern! Gut, dass der Umgang mit solchen, äh, Personen inzwischen auch in der Managementlehre Fortschritte macht. Jahrelanges Downsizing, das Gesundschrumpfen der Belegschaft, hat es möglich gemacht, dass sich die meisten Firmen heutzutage lässige Berater leisten können. Spezialisten wie balancetime.com bieten diskrete Workaholic-Tests an ("Benutzen Sie Ihr Handy in der Dusche?"). Feinfühlige Coachs wie Ronni Eisenberg ("Zeitmanagement für Überlastete"), Lothar Seiwert ("Zeitmanagement für Chaoten") oder Jeffrey Davidson ("Zeitmanagement für Idioten") erklären überlasteten Restbelegschaften, wie sie trotz doppelter Arbeitsmenge noch so verschnarcht dreinblicken können wie Tom DeMarco. Time Management Seminars warnt alle Kunden im wöchentlichen Rundbrief: "Stress - jetzt auch im Urlaub!" Also: Locker bleiben. Hier in der Per Saldo-Redaktion legen wir uns gleich wieder hin.