Dicke Hintern.

Der Anblick eines ausladend geschwollenen, leuchtend roten Hinterteils törnt Pavianmännchen ganz besonders an. Prüde Zoodirektoren ließen deshalb früher die auffälligsten Weibchen entfernen, weil sie die Betrachter des Affenfelsens irritierten. Die vermeintliche Obszönität, so dachte man lange, signalisiere die Zeit des Eisprungs, respektive die Phase der wahrscheinlichsten Empfängnis. Langzeitbetrachtungen bringen jedoch erst jetzt den wahren Hintergrund der leuchtenden Schwellung ans Licht (Nature, Nr. 410, S. 204). Laut der Amerikanerin Leah G. Domb und dem Briten Mark Pagel ist die Auffälligkeit Ausdruck früher Reife und generell großer Fruchtbarkeit. Je dicker der rote Hintern, desto mehr überlebender Nachwuchs.

Pavianmännchen kämpfen deshalb besonders aggressiv um die Gunst der Trägerinnen roter Riesenkissen. Diese versprechen ihnen eine größere Kinderschar und daher eine bessere Verteilung der eigenen Gene.

Blinde Retter.

Einen Rekord verzeichnete die Hotline der Walschützer vom Cape Cod Stranding Network im Nordosten der USA: 76 besorgte Bürger, zehnmal mehr als sonst, riefen an - weil sie gestrandete Seehunde nicht von Walen unterscheiden konnten. Mehrmals mussten Polizisten Tierfreunde verwarnen, die Seehunde ins Meer zurückwarfen. Ein Mann wurde dabei erwischt, wie er ein Tier vor dem Auflaufen rettete. Dabei laufen Seehunde gar nicht auf, sondern sie schätzen ein Sonnenbad an Land. Harmlos ist die Ruhestörung nicht: Der Stress gefährdet die Tiere. Nun plant das Stranding Network eine Aufklärungskampagne. Empfohlen seien Warnschilder: "Achtung: Ein Seehund ist kein Wal!"

Rechte Kost.

"Zeig mir, was du auf dem Teller hast, und ich sage dir, wie Du wählst."