Mit einer "gläsernen" Wurstfabrik will der Konsumgüterhersteller Unilever in der BSE-Krise Vertrauen gewinnen. Der Grund: Obwohl das Unternehmen nach eigenen Angaben schon seit über zehn Jahren auf Muskelfleisch und Handzerlegung setzt, ist auch Unilever Opfer der Rinderwahnpanik geworden.

Seit November sei der Umsatz mit Bifi-Minisalami um 30 bis 40 Prozent zurückgegangen, klagte Johann Lindenberg, der Deutschlandchef des britischniederländischen Konzerns: "Wir mussten für unseren Ansbacher Fleischwarenbetrieb Kurzarbeit anmelden." Transparenz soll nun die Kunden zurückholen. Ebenso wie Unilever den Lieferanten unangemeldete Kontrollbesuche abstatte, beteuerte Lindenberg, "halten wir auch unsere Ansbacher Produktionsstätte für Interessenten offen". Na denn, auf nach Ansbach. Schließlich geht's um die Wurst!