Glückwünsch, Kevin Baigent aus Southampton. Wir entnehmen Ihrer jüngsten Pressemitteilung, dass Sie gerade einen "Volltreffer" gegen barbusige Schönheiten und sonstige "Bombardements" aus dem Internet gelandet haben. Ihr Internet-Dienstleister V21 verbannt für 50 Mark im Monat die gesamte Flut unsittlicher Angebote aus dem Netz.

An Leuten wie Kevin Baigent merkt man gleich, wie noch Geld in der Internet-Wirtschaft zu verdienen ist: Man kappt einfach die Leitungen. Nein, ehrlich. Es wäre gar nicht auszudenken, was der Per-Saldo-Redaktion an Produktivität verloren ginge, wenn wir hier den ganzen Tag frei herumsurfen dürften. Wir sind in diesem Punkt auch der Firma Ositis Software aus Pleasanton, Kalifornien dankbar. Das Unternehmen vertreibt in seiner Gouvernanten-Software eine Liste demoralisierender Websites, auf denen sich Mitarbeiter - ohne den Schutz des Programms - stundenlang herumtreiben würden. So erführen sie unter gort.ucsd.edu/sj/cj die komplette Lebensgeschichte der Katzen Joli und Chaco. Oder sie würden ohne den Schutz des Programms auf der Website swiss.ai.mit.edu/htbin/coke tiefe Einblicke in das Leben einer Coca-Cola-Maschine in Zürich gewinnen und unter gwer.com alles über junge Frauen erfahren, die gerne Rippchen essen. Wir warten schon neugierig auf das Update mit der nächsten Liste.