Eins haben wir immer besonders geschätzt an der Welt der lustigen Musikanten und der Volksmusikhitparaden: das Echte und Unverfälschte, das Naturbelassene. Das Heu im Stadl, der Jägerzaun, die Sepplhüte, der weiße Schnee auf den Studiotannen, die kernigen Musiker - alles wie im richtigen Leben, einfach und schön. Und jetzt ist in Detmold auch noch ein Gutachten veröffentlicht worden, in dem ein Musikprofessor dem "Mogel-Bläser" Stefan Mross auf 159 Seiten nachgewiesen hat, dass der Plattenmillionär und Grand-Prix-Sieger der Volksmusik ganz naturbelassen Trompete spielt.

Stümperhaft sei sein Können und glanzlos, den Rhythmus könne er nicht halten.

Mross sei ein "Feld-Wald-und-Wiesen-Trompeter". Ist das nicht das wunderbarste Kompliment, das man einem Volksmusikanten machen kann? Es war dumm, dass sich der Stadl-Star von einem Studiomusiker hat doublen lassen.

Sladdi, Mosi und all die anderen machen es längst vor: Spiel, so wie du dich fühlst! Und jetzt bloßs nicht anfangen zu üben.