Schau mich an und sag mir, wer ich bin. So geht das Spiel, das in diesem Film gespielt wird, nicht nur zu zweit, aber als jene zwei es ausprobieren, die später ein Paar werden, ist das die Schlüsselszene zu allem, was war und ist und wird. Spiele des Lebens, Spiele der Möglichkeiten, vor allem jener, die man verpasst, weil man unachtsam war oder verstrickt. Oder weil man die Liebe mit was anderem verwechselt hat.

Dabei beginnt alles recht friedlich. Ein paar Menschen treffen sich an einem Ort, reisen an mit Fähre, Auto, Zug, sind unterwegs auf Schlittschuhen und vielleicht zu sich selber. Dort wo sich ihre Wege kreuzen, ist ein seltsamer Ort, weltfern und zugestopft mit Erinnerung. Und dann ist da diese Landschaft, unzugänglich, eine gleißende Wildheit, in der sich alle Spuren verlieren. Was hast du getan die ganze Zeit?, fragt einmal einer und kennt die Antwort schon: Geschlafen. Gelesen. Gewartet. Traumtänzer unter sich.

Wäre da nicht einer, der auf schlaflose Art wartet. Der ist hier als Einziger zu Hause und dennoch fremd, der trägt ein stummes Rätsel im Kopf herum und kann es nicht lösen. Denn jener andere, den er dazu braucht, ist ganz nah dran und weiß von nichts.

Schau mich an und sag mir, wer ich bin. Vielleicht ist das ja auch ein wenig viel verlangt. Und doch sehnen sie sich alle nach dieser Art von Begegnung, die Figuren im filmischen Kosmos des jungen Regisseurs, der Bilderzauberer ist und Metaphysiker und vor allem ein Meister des langen Erzählatems. Das hat er unlängst wieder gezeigt, als grad keiner damit gerechnet hat - schließlich verdankt er seinen größten Erfolg einem Film, in dem es reichlich rasant zuging. Doch auch darin gab es jene Momente des Innehaltens und Schauens, fast schwerelos wie eben auch in diesem früheren Film. Wie heißt er?

Preise: Unter den richtigen Einsendungen werden fünf Videos des gesuchten Spielfilms verlost. Einsendeschluss ist der 27. März 2001. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Unsere Anschrift: DIE ZEIT-Rätselredaktion, Stichwort: Filmrätsel, Postfach 10 68 08, 20045 Hamburg, oder per E-Mail an filmraetsel@zeit.de Auflösung aus Ausgabe Nr. 12: Die Ewigkeit und ein Tag (G, I, F 1998).

Der griechische Regisseur Theo Angelopoulos drehte seinen Film über einen kranken Mann, der sich vom Leben verabschieden möchte, einen albanischen Flüchtlingsjungen trifft und mit diesem durchs Land reist, mit Bruno Ganz in der Hauptrolle. Die Musik zu Angelopoulos' Filmen komponiert Eleni Karaindrou Bruno Ganz ist derzeit in Brot und Tulpen im Kino zu sehen.

Die Ewigkeit und ein Tag läuft am 26. März um 22.20 Uhr auf Arte