Die Verfütterung von Tiermehl an Rinder ist ein wahrscheinlicher Übertragungsweg des BSE-Erregers. Da eine Verunreinigung von Futtermitteln mit Tiermehl, z.B. bei Transport, Lagerung oder Verarbeitung nicht auszuschließen ist, ist die Verfütterung von Tiermehl und anderen Proteinen von warmblütigen Landtieren an alle landwirtschaftlichen Nutztiere verboten. Das Verbot umfasst auch Tierfette, da Zweifel an der gesundheitlichen Unbedenklichkeit in Bezug auf BSE-Erreger nicht ausgeräumt sind.

"Mein Anliegen war es, dass diese Futtermittel so schnell wie möglich von den Bauernhöfen verschwinden. Ich habe mich jetzt bereiterklärt, die vollen Kosten für die Entsorgung dieser Futtermittel zu übernehmen und den Bauern den Warenwert zu ersetzen. Ich hoffe, dass es jetzt auch schnellstmöglich eine Einigung mit den Ländern über die noch offenen Posten der BSE-Folgekosten gibt," so Verbraucherschutzministerin Renate Künast vergangene Woche (22. März) in Cottbus.

Das Verbraucherschutzministerium hat den Bundesländern eine Verwaltungsvereinbarung zur Verfügung gestellt, in der die Kostenübernahme geregelt ist. Sobald das jeweilige Land diese Vereinbarung unterschrieben hat, können die Bundesmittel zur Verfügung gestellt werden.

sr