Der Test basiert auf der Fluoreszenz-Korrelations-Spektroskopie. Damit lassen sich Antikörper-markierte Prionaggregate nachweisen. Das Verfahren arbeitet mit zwei Sorten von Antikörpern, die sich spezifisch an zwei verschiedene Stellen eines Prion-Moleküls heften können. Der eine Antikörper enthält als Erkennungszeichen einen roten, der andere einen grünen Fluoreszenzfarbstoff. Wenn man diese Antikörper beispielsweise zur Rückenmarksflüssigkeit eines Creutzfeldt-Jakob-Patienten - oder eines Rindes - gibt, binden sie sich sowohl an einzeln herumschwimmende natürliche Prion-Proteine als auch an eventuell vorhandene bösartige Prion-Ketten. Während ein harmloses Prion-Protein allerdings maximal zwei mit verschiedenen Fluoreszenzfarbstoffen markierte Antikörper anlagern kann, bindet die Kette einige hundert von beiden Sorten.

Bis zur praktischen Einsatzreife wird es noch einiger Entwicklungsarbeit bedürfen. Wenn es funktioniert, verspricht es wirkliche Sicherheit für den verunsicherten Verbraucher.

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