Grundsätzlich geht es um den Aufbau der Studiengänge, um die Struktur der Hochschulen: Modulare Studiengänge, mehr Zwischenabschlüsse fordert die Kommission. Universitäten und Fachhochschulen brauchen Transparenz, vor allem das elitäre Denken sollte an den Universitäten abgebaut und mehr Praxisnähe gefördert werden. Nähe zur Wirtschaft ist geradezu gefordert. Die geisteswissenschaftlichen Fächer sind in der Pflicht, fächerübergreifende Angebote zu machen und auf die Naturwissenschaften zuzugehen. Neue Bildungsbiografien sind zu berücksichtigen: Angebote für 40, 50-Jährige an den Hochschulen sind in die Studienstruktur zu integrieren. Laut Bericht wird es die Universitäten in der jetzigen Struktur nicht mehr geben. Ein jeweils eigenes Profil müssen die Hochschulen entwickeln. Das bedeutet, dass verschiedenste Fächer auf ein bestimmtes Profil hin orientiert werden müssen.

Die Aufgabe an die Politik sei es, mittelfristig finanzielle Sicherheit den Hochschulen zu geben. Die Kommission sagt, dass Gelder, die an den Unis gespart werden könnten, umgehend wieder an den selben Hochschulen investiert werden müssen, um fit zu sein, für den Wettbewerb in der Zukunft. Drastische Veränderungsvorschläge macht die Kommission den erziehungswissenschaftlichen Fakultäten. Diese sollten komplett abgeschafft und durch Lehrerbildungszentren ersetzt werden, die eine praxisorientiertere Ausbildung garantieren könnten. 70 Prozent der momentanen Juristenausbildung sei laut Kommission vollkommen ausreichend in den östlichen Bundesländern. Lob gab es auch, beispielweise für die TU in Chemnitz, die schon annährend das geforderte neue Profil der Hochschulen, in Richtung Mikrosystemtechnik, aufweisen kann.

© 2001 DeutschlandRadio, Campus & Karriere