Das Kreuzfahrtschiff ging in Flammen auf und mit ihm die Koffer eines Rentnerpaars, das deshalb seine Ägyptenreise vorzeitig abbrechen musste. Der Veranstalter zahlte ohne Umschweife zwei Drittel des Gepäckwerts, die Kunden klagten trotzdem: unter anderem wegen entgangener Ferienfreude. Auf eine Entschädigung hierfür, so das Amtsgericht Bonn, hätten Pensionäre jedoch keinen Anspruch, da sie ihren Urlaub im Gegensatz zu Berufstätigen schließlich jederzeit nachholen könnten (Az. 7 C 489/00).

Wie im Container fühlten sich Großeltern und zwei Enkelinnen, als sie ihr Hotelzimmer auf Korfu zugewiesen bekamen. Die kümmerliche, nur zwölf Quadratmeter große Unterkunft, in der laut Katalog "familiengerechten" Ferienanlage enthielt vier Betten plus übereinandergestapelter Nachttische, für weiteres Mobiliar war wegen der drangvollen Enge kein Platz mehr. Durch die Beschreibung im Prospekt, so die Richter des Landgerichts Kleve, habe der Veranstalter falsche Erwartungen geweckt, womit ganz klar ein Reisemangel vorliege. Urteil daher: 20 Prozent Preisminderung (Az. 6 S 137/00).

Panama City in Panama war das gewünschte Reiseziel, doch im Ticket stand Panama City, Florida. Der Passagier bemerkte den Irrtum zu spät und konnte erst bei einer Zwischenlandung in Atlanta umbuchen, was Mehrkosten in Höhe von 640 Mark verursachte. Die drückte das Amtsgericht Frankfurt am Main dem Reisebüro auf, da nach Meinung der Richter versäumt worden war, sich bei der Reservierung genau über das Flugziel des Kunden zu vergewissern (Az. 30 C 1446/00-24).