Wohl dem, der in Zeiten abflauender Konjunktur keine Sorgenkinder hat. So konnte jetzt BMW-Chef Joachim Milberg nach dem Abschied von Rover nicht nur ein Rekordergebnis verkünden, sondern trotz schwacher Autokonjunktur in den beiden wichtigsten Märkten Westeuropa und Nordamerika für die ersten drei Monate des Jahres gut acht Prozent mehr BMW verkaufen. Zu verdanken sei dies der "kompromisslosen Premiummarken-Strategie". Milberg glaubt zu wissen, dass sich bei den Konjunkturabschwüngen der vergangenen 20 Jahre Automarken mit besonderem Image weitgehend abkoppeln konnten. Gegen den Trend sieht auch VW-Chef Ferdinand Piëch seine Marken (Audi, VW, Skoda, Seat, Bentley) wachsen, schließlich will er das Rekordergebnis von 2000 noch einmal übertreffen. Und einen "Premiumpreis", so Piëch, könne der Konzern mittlerweile nicht nur für Bentley und Audi, sondern auch für die Marke VW kassieren. Gegenüber Massenmarken wie Ford oder Opel seien zehn Prozent höhere Preise drin.