* Fortsetzung auf Seite 18

Nur bei schwerwiegenden Verstößen gegen die Grundsätze der Freiheit und Gleichheit der Wahl dürfe die Hessenwahl aufgehoben werden, so die Einschätzung des Bundesverfassungsgerichtes.

Für den kühl analysierenden Betrachter ergibt sich daraus Folgendes:

1. Schwarzgeldeinsatz in beträchtlicher Menge lohnt sich. Der Ehrliche ist auch hier der Dumme. Moralische Aufgeregtheiten in der Öffentlichkeit führen nicht zu Verschiebungen der Macht, verpuffen vielmehr nach einiger Zeit.

Devise für die Zukunft: Schwarzgeldeinsatz nicht mehr nachweisbar machen!

2. Auch nationalpopulistische Kampagnen wie die gegen doppelte Staatsbürgerschaft rechnen sich. Beim Zündeln mit dem sowieso schon schwierigen Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern darf man keine Skrupel haben!

3. Für erfolgreiche Wahlkämpfe in Zukunft bedeutet das also, dass eine geniale Mischung aus Betrug und Populismus gefragt ist.