Arbeitslosengeld wird, abhängig von Lebensalter und Beitragszeit, in den ersten 12 bis 32 Monaten der Arbeitslosigkeit gezahlt. Es beträgt 67 Prozent des letzten Nettolohns (60 Prozent bei Kinderlosen), jedoch maximal 3760 Mark.

Arbeitslosenhilfe bekommt, wer nach dem Auslaufen des Arbeitslosengeldes noch immer keine neue Stelle gefunden hat. Er erhält 57 Prozent des letzten Nettolohns (53 Prozent bei Kinderlosen), höchstens 3198 Mark.

Vorangegangen ist eine "Bedürftigkeitsprüfung". Arbeitslosenhilfe ist zeitlich nicht begrenzt. Der Anspruch bleibt erhalten, solange der Arbeitslose "dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht", also keine schwerwiegenden Gebrechen oder psychischen Störungen hat, die ihn an "zumutbarer" Arbeit hindern. Ab dem siebten Monat ohne Job gilt eine Stelle generell als zumutbar, wenn der Nettolohn so hoch ist wie das Geld vom Amt.

Eine Sperrzeit kann das Arbeitsamt gegen denjenigen verhängen, der so eine "zumutbare" Stelle ablehnt. Das Amt kann bis zu 12 Wochen die Auszahlung der Arbeitslosenhilfe verweigern. Summieren sich Sperrzeiten auf 24 Wochen, streicht das Arbeitsamt das Geld endgültig. Allerdings ist dabei bis ins Kleinste nachzuweisen, dass ein Arbeitsloser keinen triftigen Grund hatte, eine Stelle auszuschlagen. Legt der Betroffene Widerspruch ein und findet sich im Vorgehen der Behörde auch nur ein geringfügiger formaler Fehler, ist davon auszugehen, dass ein Sozialgericht die Sperrzeit aufhebt. DZ