Danach gehen die Rabbinerkandidaten für weiter sechs Semester ins Ausland. Die jüdische Hochschule in Heidelberg hat Verträge mit Seminaren in den USA, in England und in Israel. Dort erst können sich die Studenten dann für "eine" Strömung des Judentums entscheiden: die liberale, die konservative oder die orthodoxe. Das fördere die Toleranz, meint Professor Graetz: "Das Judentum in der Bundesrepublik ist nicht stark und zahlreich genug, um Spaltungen zu erlauben. Jeder kann nach seiner Überzeugung, eine der drei Richtungen wählen. Das fördert die Kooperation in der Gemeinde." Michael Graetz wünscht sich moderne Rabbiner, Rabbiner für das 21. Jahrhundert. 22 Jahre hat die Jüdische Hochschule Heidelberg daran gearbeitet: Lehrer herangezogen, Kontakte geknüpft und den Studenten kritisches Denken beigebracht. Wer die Hochschulreife hat, außerdem grundlegende Kenntnisse des Judentums, wer gut deutsch kann und Mitglied einer jüdischen Gemeinde ist, der darf im Wintersemester in Heidelberg anfangen. Studienplätze sind ausreichend vorhanden.

Hinweise

Zum Studium an der Jüdischen Hochschule Heidelberg

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