Diese Woche ist mein Trainingsprogramm schon etwas lockerer. Am DONNERSTAG laufe ich nur noch circa zwölf Kilometer. Mit der Vorbereitung auf den Marathon habe ich schon im Dezember angefangen, 160 bis 180 Kilometer pro Woche sind normal. Ich plane täglich zwei bis vier Stunden fürs Training ein.

Zum Laufen kommen ja noch Sauna, Massage und Physiotherapie. Und Fahrradfahren und Schwimmen.

Am FREITAG fahren wir mittags mit dem Zug nach Hamburg. Dort steigen wir wieder im Hotel Hafen Hamburg ab, wo man einen herrlichen Blick über die Werften und Schiffe hat. Abends gehen wir beim Italiener gegenüber zum Essen.

Ich achte jetzt sehr auf meine Ernährung. Es gibt nur einen Teller Nudeln.

Heute gehe ich früh ins Bett. Ich bin ein richtiges Schlaftier und brauche acht bis zehn Stunden. Am SAMSTAG treffen wir meine Eltern. Mein Vater, mit dem ich schon als Neunjährige den ersten Marathon gelaufen bin, ist dieses Jahr auch wieder dabei. Meine Mutter ist die Streckenbetreuerin. In Hamburg laufe ich zum achten Mal. Äußerlich wirke ich ganz ruhig, aber innerlich fiebere ich dem Sonntag entgegen. Es gibt so viel, was unterwegs passieren kann. Letztes Jahr habe ich in Berlin nach 13 Kilometern Probleme mit der Leiste und dem Oberschenkel bekommen. Es kommt halt auf die Tagesform an.

Hoffentlich regnet es morgen nicht.

Und dann ist endlich SONNTAG. Ich frühstücke ganz normal. Zwei Brötchen oder Croissants mit Marmelade oder Honig. Ziehe mein Trikot an und, wenn es kühl ist, ein langes Hemd. Die Hosen sind immer kurz. Zur Sicherheit nehme ich noch ein zweites Paar Laufschuhe mit. Ideal wäre eine Temperatur von 15 bis 18 Grad. Im letzten Jahr war es eiskalt, auf zwei Dritteln der Strecke hatten wir Gegenwind. Wir starten an den Messehallen, laufen die Reeperbahn entlang und parallel zur Elbe zurück zur Stadtmitte, dann um die Außenalster herum.