Ich bin überzeugt, dass das Bild von Polen im Westen nicht primär durch das neue Wissen, sondern durch den Umgang mit dem neuen Wissen bestimmt werden wird. Das habe ich bereits bei Vorträgen in Amerika und Israel gespürt. Für mich jedenfalls wirkt die augenblickliche Debatte außerordentlich befreiend.

Aufgrund der Erschütterung haben wir Polen die große Chance zur Bildung einer Identität, die nicht mehr auf Lüge, Unwissen und der Verdrängung unbequemer Wahrheiten aufgebaut ist. Ich empfinde jedes Mal eine große Freude und Genugtuung, wenn ich auf aufklärerische Texte stoße. Und von ihnen gibt es immer mehr.