Der Streit um das Zwangspfand, mit dem Umweltminister Jürgen Trittin die Dosenflut stoppen will, ist noch nicht ausgestanden. Nicht nur die Wirtschaft wehrt sich

uneins ist sich auch das rot-grüne Lager selbst. Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Klaudia Martini (SPD) warnt die Grünen vor einem "Konfrontationskurs". Sie plädiert dafür, die in der Verpackungsverordnung festgeschriebene Mehrwegquote von 72 Prozent durch eine Mindestfüllmenge von 23 Milliarden Litern für Getränke in ökologisch vorteilhaften Verpackungen zu ersetzen. Genau das will auch die Wirtschaft - allerdings nicht Trittin, weil die Quote so auf 62 Prozent sänke. Martini hält die von Getränkeverpackungen verursachten Ökoprobleme für "winzig" und ein Zwangspfand für "grundsätzlich falsch".