Ein Macher war Otto Ebnet immer, wenn auch einer von der diskreten Sorte.

Seit Anfang der Woche ist der 56 Jahre alte Bayer mit dem hemdsärmligen Charme Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, und die ihn kennen, wundert es nicht. In seinen Bonner Tagen, als er der SPD-Finanzexpertin Ingrid Matthäus-Maier zur Hand ging, gestaltete Ebnet die Politik der damaligen Opposition entscheidend mit. Aus seiner Feder stammte 1990 der erste konkrete Vorschlag für eine deutsch-deutsche Währungsunion. 1994 ging der promovierte Volkswirt nach Schwerin, erst als Wirtschafts- und Finanzstaatssekretär, dann als Leiter der Staatskanzlei unter dem SPD-Mann Harald Ringstorff. Die große Hoffnung des neuen Ressortchefs: die Ansiedlung einer BMW-Fabrik in Schwerin. Seine Devise: "Zuallererst müssen wir die Ärmel selbst hochkrempeln."