Capri ist ein Klischee, glauben viele: Sonne im Meer rot, Grotte nebst Himmel blau. Für mich ist Capri jedes Mal wieder eine Offenbarung. Denn Capri ist Vollkommenheit in knappster Form. Eine weltbekannte Schönheit, die doch kaum einer wirklich kennt. Besuchen sollte man sie, wenn sie Zeit hat: ab Mitte September. Dann zeigt die Insel ihre melancholische Seite. Es gibt freie Tische in den Osterien, unter Strohdächern und Zitronenbäumen. Wie bei Paolino, wo man hausgemachten Limoncello trinken kann. Capri ist eine Glücksdroge, in nur drei Flugstunden zu erreichen.

GABRIELE STREHLE Modedesignerin, Nördlingen