Das Bettmann-Archiv ist eine Sammlung von etwa 17 Millionen Fotos und gilt als einer der wichtigsten Beiträge zum visuellen Gedächtnis des 20.

Jahrhunderts. Seit 1995 gehört es der zum Imperium des Microsoft-Gründers Bill Gates zählenden Firma Corbis. Nun soll das Archiv in einen Stollen 60 Meilen nordöstlich von Pittsburgh eingelagert werden, geschützt vor dem Zugriff der Historiker, berichtet die New York Times. Nur digitale Bilder dürfen gegen Gebühr den Stollen verlassen.

Nach 32 Jahren beim Prozessorbauer Intel geht der 72-jährige Gordon Moore in den Ruhestand. Er hatte 1968, im "Jahr der großen Revolte" (Moore), zusammen mit Andrew Grove und Robert Noyce die Firma Fairchild Semiconductor verlassen und Intel gegründet. Berühmt wurde Moore mit dem halb im Spaß formulierten Satz, dass die Prozessorbauer die Leistung ihrer Chips alle 18 Monate verdoppeln können. Dieser Satz wurde als "Moores Gesetz" bekannt, und das gilt bis heute, auch wenn sein baldiges Ende immer wieder prophezeit wird.

Intel-intern kursierte noch ein weiteres Mooresches Gesetz, das die Firma jetzt veröffentlichte: "Mit alten Produkten wird man nicht gesund." Derzeit hat Intel Probleme, neue attraktive Prozessoren zu liefern.

"Die letzte Meile ist die blutigste." Auch dieser Satz wurde einmal im Scherz formuliert und wird langsam in den Rang eines Gesetzes erhoben. Firmen wie Kozmo und Webvan wollten in Großstädten die letzte Strecke zum Nutzer überbrücken und Internet-Bestellungen von frischen Lebensmitteln und anderen Gütern frei Haus liefern. Obwohl das Geschäft in einigen Großstädten wie Dallas oder Salt Lake City profitabel war, scheiterte es spektakulär in Ballungsräumen wie New York. Kozmo stellte den Lieferdienst ein, bei Webvan nahm das Topmanagement den Hut. In Deutschland funktionieren ähnliche Angebote noch - aber in Gegenden, die von Internet-Experten als aussichtslos qualifiziert wurden. Etwa in Stuttgart, wo ein Dienst namens Onkel Emma erfolgreich ist, während ähnliche Unternehmen in Berlin und München längst die Schürzen geschmissen haben.

Detlef Borchers (online@zeit.de)