Das Versprechen der Fotografie

Schnellstart mit Qualität: In nur acht Jahren entstand die Fotokunstsammlung der DG Bank in Frankfurt: 4000 Arbeiten von rund 400 Künstlern. Genommen wurde alles, was berühmt und teuer ist auf dem Sektor Fotografie. Eine Kollektion entstand, mit der Zimmer und Flure des 50 Stockwerke hohen Bankgebäudes in Frankfurt gepflastert wurden, bevor sie in Teilen vor zweieinhalb Jahren auf Welttournee ging: Tokyo, Hannover, Paris, Berlin, nun Frankfurt. Verschiedene Kuratoren gaben der Ausstellung Das Versprechen der Fotografie an jedem Ort ein anderes Gesicht. Lag der Akzent in Berlin beispielsweise auf dem Thema Mensch und Stadt, orientiert sich in Frankfurt die Auswahl an der Entfernung der fassbaren Wirklichkeit. 200 Werke von 45 Künstlern sagen mehr, als Louis Daguerre 1837 einmal der Fotografie auftrug: die Welt so zu zeigen, wie sie wirklich ist. Heute wird die Wirklichkeit nicht allein abgeknipst, sondern sie wird inszeniert, retuschiert, durch technische Tricks manipuliert, mal verschwimmend bis zur Unkenntlichkeit, mal ins Bedrohliche vergrößert. Ein Überblick über das, was das Medium Fotografie heute beiträgt zum Verständnis von Gegenwart.

Schirn Kunsthalle, Römerberg, 60311 Frankfurt, bis zum 3. Juni, Mi-Sa 11-22 Uhr, So und Di 11-19 Uhr, Eintritt 12 Mark, ermäßigt 7 Mark

Katalog (Prestel Verlag, München) 48 Mark, Internet: www.schirn.de