Dieser Film entstand schon etwas tiefer in der Vergangenheit. Er gilt als Meisterwerk zudem als Vorläufer einer dem Leben abgelauschten Art der Inszenierung, die erst Jahre später das Kino und seine Intentionen verändert hat. Radikal formulierte er eine Absage an alle Ideologien, setzte die nüchterne Bestandsaufnahme gegen das Pathos und am Ende das Private gegen das Politische. Prompt eckte er bei der Zensur an und wurde in zwei Ländern verboten. Ein Abgesang auf gestern - in einer gänzlich gegenläufigen Situation.

Aber es ging ja nicht allein um Politik. Denn wenn hier alle Männer von Frauen träumen, dabei aber vorgeben, andere Dinge im Leben seien wichtiger, dann offenbart sich darin eine Tragik, die ihnen zum Verhängnis werden muss.

Eine Szene, in der sich einige Männer als Frauen verkleiden, wird zum Schlüsselmoment. Nur ein einziger wird am Ende die Utopie der Liebe finden offen bleibt, ob er sie einlösen kann.

Dieser Darsteller gehörte damals zu den beständigen Weggefährten des Regisseurs. Die Zuschauer liebten ihn dafür, dass er immer wieder einen bestimmten Typ Mann verkörperte: die eigensinnige Kämpfernatur mit Herz.

Einen von ihnen.

Ganz im Gegensatz zu jenem anderen Schauspieler, der hier zum tragischen Helden wird: er war ein hochbegabter Exzentriker, dessen maßlose Ansprüche dazu geführt hatten, dass er seinen früheren Beruf hatte aufgeben müssen.

Nachweislich hat er sich beim Drehen nicht nur auf seine Rolle konzentriert, sondern den Film mit vielen Ideen entscheidend geprägt. Der Regisseur ließ das zu, weil er ihn schon als junger Mann sehr bewundert hatte. Wie heißt der Film?