Die Deutschen haben beim Datenschutz einen schier undurchdringlichen Paragrafendschungel gezüchtet. Sie schufen die Telekommunikations-Datenschutzverordnung (TDSV), das Teledienstedatenschutzgesetz (TDDSG) sowie den Medienstaatsvertrag (MDStV). Wenn diese bereichsspezifischen Vorschriften nicht zutreffen, greifen die allgemeinen Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und die der Landesdatenschutzgesetze. Insbesondere das Teledienstedatenschutzgesetz und der - fast gleich lautende - Mediendienstestaatsvertrag gelten als vorbildlich:

Es gilt das Prinzip der Datenvermeidung und Datensparsamkeit;

Dienste und ihre Bezahlung sind anonym oder unter Pseudonym zu ermöglichen - soweit dies technisch möglich und zumutbar ist;

werden personenbezogene Daten (ausnahmsweise) doch einmal benötigt, so muss der Nutzer von der Erhebung über Art, Umfang, Ort und Zweck der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung der Daten unterrichtet werden;

die Daten sind gegen Missbrauch zu sichern;

die Verwendung der Daten für andere Zwecke, etwa für Werbung und Direktmarketing, ist nur mit Einwilligung zulässig;

die Nutzer können jederzeit Auskunft über die zu ihrer Person unmittelbar oder über Pseudonym gespeicherten Daten verlangen.