Die Bundesrepublik macht das Dutzend voll. Gerade mal zu Platz zwölf langt es in der Tabelle der besten Volkswirtschaften, die jedes Jahr von der Lausanner Managerschule IMD erstellt wird. Schröder-Land liegt weit hinter dem Primus Amerika, und auch aus Europa rangieren Finnland, Luxemburg, Holland, Irland, Schweden und die Schweiz weiter vorn.

Woran liegt's in einem Land, das mit einer relativ geringen Jugendarbeitslosigkeit glänzt, mit einer neuen Aktienkultur, offenen Kapitalmärkten und Handelsrekorden? Die Antwort des IMD: an der Politik.

Unternehmen werden mit hohen Steuersätzen traktiert, das Arbeitsmarktregime raubt Managern die Lust einzustellen - und Arbeitslosen die Lust, sich gering bezahlte Jobs zu suchen. Die Sozialbeiträge sind zu hoch, die Ferien zu lang, die Arbeitszeiten zu strikt reglementiert. Ach ja, und Firmen der Informationstechnologie finden keine Fachkräfte mehr.

Die Juroren kommen zum gleichen Ergebnis wie andere Rankings und Experten.

Gerhard Schröder kann die neuerliche Botschaft wahrscheinlich nicht mehr hören: Ohne weitreichende Arbeits- und Sozialreformen wird Deutschland es kaum in die Top Ten schaffen.