Nahrungskette.

Das Bürstenrattenkänguru, nachtaktiv im Norden Australiens, droht auszusterben. Das 30 bis 40 Zentimeter große Tier ernährt sich überwiegend von Trüffeln, die es im Regenwald ausgräbt, und ist, wie Umweltminister Dean Wells erklärte, überhaupt "sehr wählerisch". Mit dem Rückgang der Bewaldung in Queensland wird sein Lebensraum und insonderheit seine Nahrungsbasis knapp. Was zur Folge hat, dass die Ausbreitung der Trüffeln, deren Sporen das Tier ausscheidet, ebenfalls gestört wird - Pech wiederum für die Bäume, deren Nährstoffaufnahme von den Trüffeln unterstützt wird, und so weiter im Naturkreislauf. Ein spezielles Programm soll das Zwergkänguru Bettongia penicillata ogilbyi jetzt schützen, was selbstredend begrüßt werden muss. Nur leider rückt damit die Chance in weite Ferne, dass wir je erfahren, wie ein Tier, das von Trüffeln lebt, wohl schmecken würde.

Gefährliche Pokémons.

Shiggi, Glurak und Tutok haben den arabischen Raum erreicht: An jedem Kiosk, in der Chips-Packung und selbst im Schuhgeschäft stößt man auf Pokémons.

Während Eltern hierzulande beim Kampf gegen die Fantasy-Tierchen auf sich allein gestellt sind, prescht die arabische Welt mit einer konzertierten Aktion vor: Alle Pokémon-Produkte seien sofort zu zerstören, so die saudi-arabischen Behörden. Grund ist eine Fatwa, ein Rechtsgutachten des Großmuftis Abdelaziz bin Abdallah. Die Pokémons verursachten einen religiösen Niedergang, heißt es darin. Ihr Tausch gleiche verbotenen Glücksspielen. Und die omnipotente Figur des Professors Eich rücke durch ihre übermenschliche Kraft in die Nähe Gottes. Pokémon-Waren im Wert von 100 Millionen Dollar müssen nun vernichtet werden, sonst drohen Strafen bis hin zur öffentlichen Auspeitschung.